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Das Projekt "Frauen hinter Stacheldraht. Alltag und Überleben im
GULAG." untersucht die spezifischen Lebens- und Leidensbedingungen sowie
die Verhaltensformen und Überlebensmuster von weiblichen
Häftlingen in sowjetischen Gefängnissen und Lagern zwischen 1934 und
1956.
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Das berüchtigte Moskauer Gefängnis 'Butyrka', in dem in
den 30er und späteren Jahrzehnten Hunderttausende politische
Gefangene eingesperrt wurden. © 1993 Meinhard Stark
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Erforscht werden sollen neben historischen vor allem soziologische
und sozialpsychologische Aspekte, wie:
- die besonderen Konditionen, denen weibliche Häftlinge
in sowjetischen Gefängnissen und Lagern ausgesetzt waren (u. a.
Aufenthaltssituation, Lagerregime, NKWD-Wachpersonal, Arbeitswelt,
Ernährung, Hunger, Unterbringung, Hygiene, Häftlingsgesellschaft,
Tagesablauf),
- die Verhaltensformen, mittels denen weibliche Häftlinge auf die
Internierungsbedingungen reagierten (etwa Anpassung und Routine,
Gruppenbildung, und gegenseitige Zuwendung, Formen von Resistenz,
Selbstaufgabe und Apathie) und,
- die entfalteten Überlebensmuster und -strategien, die es Frauen
ermöglichten, Gefängnis, GULAG und Verbannung zu überdauern
(beispielsweise Nutzung handwerklicher Fertigkeiten, Kontakt- und
Kommunikationsfähigkeit, Disziplin und Pflichterfüllung,
"Leidensfähigkeit", Sehnsucht nach Familienangehörigen).
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Frauen bei der Zwangsarbeit im BAM-LAG, Besserungsarbeitslager zum Bau der
Eisenbahntrasse zwischen dem Baikal und dem Amur im fernen Osten der
ehemaligen Sowjetunion, 1933
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Wesentlichste Quellenbasis werden - neben den überlieferten
Lagererinnerungen - lebensgeschichtliche Interviews mit deutschen,
österreichischen und russischen Frauen sein, die der
stalinistischen Verfolgungspraxis zum Opfer fielen und zwischen
1934 und 1956 im GULAG interniert waren.
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Grundriß des Besserungslagers Elgen auf Koylma im
fernen Osten der ehemaligen Sowjetunion, 30er Jahre, rekonstruiert
von Elinor Lipper in ihrem Buch "Elf Jahre in sowjetischen
Gefängnissen und Lagern", Zürich 1950
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Bislang habe ich 35 Interviews in Rußland und vor allem in
Deutschland durchgeführt.
Wer arbeitet noch zum GULAG? Wer beschäftigt sich mit dem
Leben und Leiden von Frauen in sowjetischen Arbeitslagern?
Wer kennt noch überlebende Frauen? Wer kann Hinweise geben
oder Kontakte herstellen? Ich bitte um Kommunikation, Kooperation
und Hilfe.
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Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus vor der Lubjanka in
Moskau, dem Hauptquartier der sowjetischen Geheimpolizei, errichtet
von der russischen Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, Anfang der
90er Jahre
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Kontaktieren sie mich bitte unter
meinhard.stark@debitel.net.
Kommunikation in englischer oder deutscher Sprache.
Letztmalig verändert am 30. Oktober 2004